Ein Bericht zum zentralen Auftaktwochenende der Schachbundesliga in Mülheim an der Ruhr von Dirk Schwichtenberg (SK Haseturm Löningen) :
Die zentrale Auftaktrunde der Schachbundesliga war für Fans einfach nur genial. Das erste Mal seit Gründung der stärksten Schachliga der Welt waren alle 16 Vereine an einem Ort versammelt. Von Freitag, den 14. Oktober bis Sonntag, den 16. Oktober 2011 wurden die ersten drei Runden der neuen Saison gespielt. Spitzengroßmeister, die man sonst nur aus Onlinemedien kennt, waren vor Ort. Hautnah und zum Anfassen.
Das Ambiente, die RWE-Sporthalle in Mülheim an der Ruhr –vergleichbar mit der Sporthalle in Löningen- war für eine dermaßen wichtige Veranstaltung verbesserungswürdig, aber das war absolut zweitrangig.
Die zentrale Auftaktrunde der Schachbundesliga war für Fans einfach nur genial. Das erste Mal seit Gründung der stärksten Schachliga der Welt waren alle 16 Vereine an einem Ort versammelt. Von Freitag, den 14. Oktober bis Sonntag, den 16. Oktober 2011 wurden die ersten drei Runden der neuen Saison gespielt. Spitzengroßmeister, die man sonst nur aus Onlinemedien kennt, waren vor Ort. Hautnah und zum Anfassen.
Das Ambiente, die RWE-Sporthalle in Mülheim an der Ruhr –vergleichbar mit der Sporthalle in Löningen- war für eine dermaßen wichtige Veranstaltung verbesserungswürdig, aber das war absolut zweitrangig.
Bild 1: die RWE-Halle in Mülheim
Spätestens als Peter Svidler, der in den letzten 2 Monaten gleich drei Turniere der Weltklasse gewinnen konnte, die Halle betrat, war das „Normale“ rundherum vergessen und man bekam den Hauch des „Außergewöhnlichen“ zu spüren.

Bild 2: Dirk Schwichtenberg mit Peter Svidler
Das Rahmenprogramm war ebenfalls nicht verachtenswert: gutes Catering, ein riesiger Bücherstand vom Schachhaus Niggemann, am Samstag ein Simultan mit Viktor Korchnoi, der Ende der 70er legendäre Duelle mit Karpov bestritt. Ein Raum wurde extra für Analysen hergerichtet und es liefen jede Menge Beamer, um die 64 Partien an die Wände zu projizieren.
Philipp und ich waren am Samstag viel zu früh vor Ort, so dass wir es kaum noch erwarten konnten, die ersten richtig bekannten Großmeister zu sehen. Als die ersten „normalsterblichen“ IM’s und GM’s eintrafen, waren wir noch voll relaxt und ich dachte nur so: „Kenn‘ ich. Kenn ich auch.“ Als dann die ersten richtigen fetten Kaliber gesichtet wurden, war mir alles egal und ich hab die kurzerhand angequatscht, um Autogramme zu ergattern. Klaus Bischoff war am Samstag der Erste. Philipp dachte nur „der ist bescheuert“, und er zögerte zuerst. Später heftete er sich einfach an meine Fersen und holte sich ebenfalls ein paar Autogramme.
Ich glaube, wir haben uns da ziemlich zum Affen gemacht, da wir die einzigen Autogrammjäger waren. Die GM’s waren aber alle positiv erfreut über unsere Anfragen, so dass mir relativ egal war, was die anderen Menschen dachten. Ich machte mir nur etwas Sorgen, dass mein Englisch nicht verständlich war. Aber wenn man „berühmten“ Menschen einen Zettel mit Stift unter die Nase hält, dann wissen die schon was erwartet wird. Smile
Irgendwann im Laufe des Tage holte Philipp seinen Fotoapparat raus und wollte die Halle und die GMs aus drei Meter Entfernung fotografieren. Ich so * facepalm *. Da hätten wir auch eher dran denken können. Ab da ging für uns die Jagd erst so richtig los: wir wollten mit all unseren Lieblingsgroßmeistern ein Foto. Jan Gustafsson, Peter Svidler, Michael Adams, Vugar Gashimov, Levon Aronian und viele mehr.

Bild 3: Philipp Heinrich mit Jan Gustafsson
Für den Rest des Tages hieß es also aufpassen, wann ein geeigneter Kandidat seine Partie beendet hatte; guten Augenblick abpassen; auf Englisch anquatschen und auf Fotoapparat deuten. Fotos – die besten Souvenirs, die man sich wünschen kann.
Der Sonntagmorgen war der Hammer schlechthin. Unter höchster Geheimhaltung (kein Scherz!), wurde Levon Aronian –einer von nur drei Spielern mit Elo über 2800- für den Kampf der Berliner Schachfreunde gegen Werder Bremen eingeflogen. Also der Mann schlechthin, den man unbedingt mal die Hand schütteln will. Er kam durch den Haupteingang, wo Philipp und ich schon wieder auf der Lauer lagen. Levon hat seinen Wohnsitz in Berlin und spricht fließend Deutsch. So konnte man sich mit ihm ein bisschen unterhalten.

Bild 4: Philipp Heinrich mit Levon Aronian
Ich war so aufgeregt, dass ich es schaffte, Levon auf den Fuß zu treten, als wir für das Foto ein Schritt aufeinander zu machten. Smile Es beeinträchtigte ihn aber nicht weiter, da er seine Partie gegen Laurent Fressinet (Werder Bremen) gewinnen konnte.
Eine Geschichte, die ich noch meinen Kindern erzählen werde. Der Sonntag war damit an und für sich gelaufen, da dieses Foto nicht mehr zu toppen war.
Der Manager vom Spitzeteam Baden Baden, Herr Noppes, war sehr zuvorkommend und beantwortete unsere Nachfragen bezüglich Vishy Anand und Magnus Carlsen, die anderen beiden Spieler des Planeten mit Elo 2800. Vishy Anand ist erst vor einigen Monaten Vater geworden und ist vom Turnier in Spanien –das am Mittwoch endete- wieder direkt nach Indien geflogen und wollte den Zwischenstopp Deutschland lieber auslassen. Und Magnus Carlsen weigert sich vormittags zu spielen. Er ist „ein extremer Langschläfer“. Smile
Soweit also zum Schachbundesliga-Wochenende.
Mfg
Dirk Schwichtenberg
Quelle : http://haseturm.pytalhost.de/viewtopic.php?p=239&sid=a7e1fbf0bf79becb26c5615d5e7425b8#239
Bild 2: Dirk Schwichtenberg mit Peter Svidler
Das Rahmenprogramm war ebenfalls nicht verachtenswert: gutes Catering, ein riesiger Bücherstand vom Schachhaus Niggemann, am Samstag ein Simultan mit Viktor Korchnoi, der Ende der 70er legendäre Duelle mit Karpov bestritt. Ein Raum wurde extra für Analysen hergerichtet und es liefen jede Menge Beamer, um die 64 Partien an die Wände zu projizieren.
Philipp und ich waren am Samstag viel zu früh vor Ort, so dass wir es kaum noch erwarten konnten, die ersten richtig bekannten Großmeister zu sehen. Als die ersten „normalsterblichen“ IM’s und GM’s eintrafen, waren wir noch voll relaxt und ich dachte nur so: „Kenn‘ ich. Kenn ich auch.“ Als dann die ersten richtigen fetten Kaliber gesichtet wurden, war mir alles egal und ich hab die kurzerhand angequatscht, um Autogramme zu ergattern. Klaus Bischoff war am Samstag der Erste. Philipp dachte nur „der ist bescheuert“, und er zögerte zuerst. Später heftete er sich einfach an meine Fersen und holte sich ebenfalls ein paar Autogramme.
Ich glaube, wir haben uns da ziemlich zum Affen gemacht, da wir die einzigen Autogrammjäger waren. Die GM’s waren aber alle positiv erfreut über unsere Anfragen, so dass mir relativ egal war, was die anderen Menschen dachten. Ich machte mir nur etwas Sorgen, dass mein Englisch nicht verständlich war. Aber wenn man „berühmten“ Menschen einen Zettel mit Stift unter die Nase hält, dann wissen die schon was erwartet wird. Smile
Irgendwann im Laufe des Tage holte Philipp seinen Fotoapparat raus und wollte die Halle und die GMs aus drei Meter Entfernung fotografieren. Ich so * facepalm *. Da hätten wir auch eher dran denken können. Ab da ging für uns die Jagd erst so richtig los: wir wollten mit all unseren Lieblingsgroßmeistern ein Foto. Jan Gustafsson, Peter Svidler, Michael Adams, Vugar Gashimov, Levon Aronian und viele mehr.
Bild 3: Philipp Heinrich mit Jan Gustafsson
Für den Rest des Tages hieß es also aufpassen, wann ein geeigneter Kandidat seine Partie beendet hatte; guten Augenblick abpassen; auf Englisch anquatschen und auf Fotoapparat deuten. Fotos – die besten Souvenirs, die man sich wünschen kann.
Der Sonntagmorgen war der Hammer schlechthin. Unter höchster Geheimhaltung (kein Scherz!), wurde Levon Aronian –einer von nur drei Spielern mit Elo über 2800- für den Kampf der Berliner Schachfreunde gegen Werder Bremen eingeflogen. Also der Mann schlechthin, den man unbedingt mal die Hand schütteln will. Er kam durch den Haupteingang, wo Philipp und ich schon wieder auf der Lauer lagen. Levon hat seinen Wohnsitz in Berlin und spricht fließend Deutsch. So konnte man sich mit ihm ein bisschen unterhalten.
Bild 4: Philipp Heinrich mit Levon Aronian
Ich war so aufgeregt, dass ich es schaffte, Levon auf den Fuß zu treten, als wir für das Foto ein Schritt aufeinander zu machten. Smile Es beeinträchtigte ihn aber nicht weiter, da er seine Partie gegen Laurent Fressinet (Werder Bremen) gewinnen konnte.
Eine Geschichte, die ich noch meinen Kindern erzählen werde. Der Sonntag war damit an und für sich gelaufen, da dieses Foto nicht mehr zu toppen war.
Der Manager vom Spitzeteam Baden Baden, Herr Noppes, war sehr zuvorkommend und beantwortete unsere Nachfragen bezüglich Vishy Anand und Magnus Carlsen, die anderen beiden Spieler des Planeten mit Elo 2800. Vishy Anand ist erst vor einigen Monaten Vater geworden und ist vom Turnier in Spanien –das am Mittwoch endete- wieder direkt nach Indien geflogen und wollte den Zwischenstopp Deutschland lieber auslassen. Und Magnus Carlsen weigert sich vormittags zu spielen. Er ist „ein extremer Langschläfer“. Smile
Soweit also zum Schachbundesliga-Wochenende.
Mfg
Dirk Schwichtenberg
Quelle : http://haseturm.pytalhost.de/viewtopic.php?p=239&sid=a7e1fbf0bf79becb26c5615d5e7425b8#239