Berichte für den Jubiläumskongreß

 

Auch in diesem Jahr gibt es zur Vorbereitung des Kongresses Berichte der Vorstandsmitglieder. Wir bringen sie auch hier, weil sie eine gute Momentaufnahme der Arbeit des Bezirkes sind.  Klicken Sie auf die Überschriften der verschiedenen  Berichte:

 

Ralf Heyen: Bericht des Vorsitzenden

Klaus Schumacher: Bericht des Turnierleiters

Jens Kahlenberg: Bericht des Wertungsreferenten

Hermann Züchner: Bericht des 2. Vorsitzenden

Rene Martens: Bericht des Kassenwartes

Maximilian Dietrich: Bericht des Jugendwartes

 

Bericht des Vorsitzenden                                                                                                                                                             

Bericht zum Kongreß 2006


Rückblick:
Nachdem ich 2004 auf den Kongress in Oldenburg, etwas überraschend, in den Vorstand des Bezirkes gewählt worden bin, denn eigentlich war ich als Jugendwart (haupsächlich) wegen der Kaderordnung anwessend, die auf der Tagesordnung stand, habe ich einmal überlegt, was ich von dem Bezirk und seinen Mitgliedsvereinen eigentlich weiss.
Dabei habe ich festgestellt, dass ich über Strukturen in Mannschaftswettbewerben, im Jugendbereich und in der Lehrarbeit im Bezirk einiges wusste und auch einige der Ordnungen kannte (aber nicht alle). Aber meine Kenntnisse über die Vereine und ihre Bedürfnisse oder Probleme gaben mir noch recht wenige Einblicke. Ich habe daher auf der erweiterten Vorstandsitzung 2005 in Rastede angekündigt, dase ich nach und nach die Vereine besuchen werde, um diese kennenzulernen und mir einen Überblick über ihre Strukturen zu verschaffen.

Nachdem ich im Juni letzten Jahres den Bezirksvorsitz von Hermann Züchner übernommen habe, setzte ich dann dieses Vorhaben in die Tat um.
Bisher habe ich die Vereine Bad Zwischenahn, Schortens, Vechta, Werlte, Rastede und Quackenbrück besucht und habe an den Jahreshauptversammlungen in Emden und Esens teilgenommen. (Bis dieser Bericht auf der CD veröffentlicht wird, werden es mit Sicherheit noch einige Besuche mehr geworden sein).
Neben den Vorstandsitzungen, an denen ich seit meiner Wahl als 2. Vorsitzender teilnahm und die ich anschließend als 1. Vorsitzender geleitet habe, vertrat ich die Interessen des Bezirkes auf einer Vorstandssitzung des NSV und nahm an zwei Kongressen des NSV teil.

Zur Zeit:
Die Mannschaftskämpfe laufen wie fast jedes Jahr, ohne große Probleme. Die Lehrarbeit funktioniert auch sehr gut, allerdings wird sie noch teilweise zögerlich von den Vereinen angenommen. Die Rücklagen des Bezirkes sind kritisch gering, aber auch hier ist Besserung in Sicht. Im Bereich der Jugendarbeit zeigt sich, dass wir langsam den Anschluß an die anderen Bezirke in Niedersachsen im Bereich der Spitzenspieler verlieren. Notwendig erscheinen mir aber auch in der Breitenarbeit weitere Bemühungen, ich sehe ich da noch Verbesserungsmöglichkeiten.

Ziele:
Ich denke, dass der Bezirk im Bereich der Jugend- und Lehrarbeit seinen Schwerpunkt für die nächsten Jahre legen sollte. Zum Beispiel ist der Regierungsbezirk Wesser-Ems im Schulschach führend in Niedersachsen. Jugendliche Schachspieler gibt es genügend im Bezirk, aber viele finden nicht den Weg in die Vereine. In einigen Vereinen wird hervorragende Jugendarbeit geleistet, in anderen wiederum überhaupt nicht. Hier tritt das Problem auf, dass es in den Vereinen Schachfreunde gibt, die es machen könnten, sich es aber nicht zutrauen. Hier denke ich, dass es wichtig ist, die Lehrarbeit weiter voranzutreiben und die Schachfreunden auf die Angebote des Bezirkes durch bessere Information aufmerksam zu machen.

Rhauderfehn, im Februar 2006                                                                                                                                            Ralf Heyen, 1. Vorsitzender des SBOO

 

Bericht des Turnierleiters


Bericht zum Kongreß 2006


Seit 2004 bekleide ich das Amt des SBOO-Turnierleiters.
Was geschah bisher?

1. Mannschaftsmeisterschaften: Sind ein Selbstgänger. Läuft erfolgreich wie eh und je.
2. Dähnepokal: Läuft ebenfalls unproblematisch.
3. Einzel- und Mannschaftsblitz: Dito. Allerdings nehmen nicht alle Qualifizierten (sowohl Einzel als auch Mannschaft) ihr Teilnahmerecht bei der NSV-Blitzmeisterschaft wahr. Hier habe ich das Gefühl, dass der Turnierleiter diese Leute zu den NSV-Turnieren persönlich hinkarren muss. Ansonsten wird das nichts. Traurig, aber wahr. Etwas mehr Eigeninitiative könnte nicht schaden ...

4. Schnellschach: Zieht keinen mehr vom Hocker. Trotz guter Öffentlichkeitsarbeit nur schwache Beteiligung. Vielleicht wegen Randlage des Austragungsortes!? Schade eigentlich, aber das Angebot ist anscheinend zu groß. Aufgeben werde ich aber nicht!
5. Einzelmeisterschaft Erwachsene: War lange Jahre nicht unbedingt der Renner. Wurde parallel als Oldenburger Stadtmeisterschaft ausgetragen. Hat sich abgenutzt. Im Jahr 2005 wurde dieses Turnier allerdings reformiert. Es wurden an einem Wochenende (Samstag(Sonntag) 5 Partien gespielt.

Nun zu den Zielen:
1. Das Hauptziel muss sein, die Einzelmeisterschaft der Erwachsenen attraktiver zu gestalten. Im Jahr 2005 wurde ein erster Schritt hierzu getan. Vielleicht war das Startgeld zu hoch. Aber an dem Konzept, an einem Wochenende den Bezirksmeister zu ermitteln, soll festgehalten werden. Die Steigerung der Teilnehmerzahlen ist die größte Herausforderung hierbei.
2. Ähnliches gilt für die Schnellschach-EM. Da das Schnellschach-Turnier ohnehin an einem Tag beendet ist, bedarf es hier allerdings keines neuen Konzeptes. Vielleicht muss man die Attraktivität des Turniers anderweitig steigern. Möglicherweise interessantere Preise!?
3. Die Turnierordnung des SBOO ist zu steif. Dem Turnierleiter muss Gestaltungsspielraum zur Verfügung gestellt werden. Eine Ordnung, bei der explizit vorgeschrieben ist, dass ein Blitzturnier als Rundenturnier auszutragen ist oder die Bedenkzeit bei der Schnellschach-EM unbedingt eine konkret festgelegte Bedenkzeit zu betragen hat, ist nicht uptodate. Hier muss der Turnierleiter gemäß der aktuellen Erfordernisse variieren können.

Fazit:
Zuerst bürokratische Hürden abbauen, soweit es geht. Dann die Öffentlichkeitsarbeit intensivieren. Ohne diese läuft gar nichts. Dann klappt es hoffentlich auch mit steigenden Teilnehmerzahlen! 
Wilhelmshaven, im Februar 2006                                                                                                                                                                  Klaus Schumacher             

 

Wertungsreferat


Bericht des Wertungsreferenten


Im Berichtszeitraum (16.06.05 - 07.03.06) konnte die zu meiner Amtsübernahme vor zwei Jahren gesteckte Zielvorgabe der kontinuierlichen und zeitnahen DWZ-Auswertung im Bereich des Schachbezirks Oldenburg-Ostfriesland (SBOO) auch weiterhin ohne nennenswerte Probleme erfüllt werden.
Zu verdanken ist dies insbesondere der guten Zusammenarbeit mit den Turnier- bzw. Staffelleitern auf Vereins-, Unterbezirks- und Bezirksebene, die sehr zügig nach Turnierende die notwendigen Daten zur Erfassung der Auswertungen zur Verfügung stellen konnten. Sie haben mittlerweile auch keine andere Wahl mehr, da ich wie angekündigt seit dem 01.01.2006 die Auswertung von zu spät eingereichten Turnieren konsequent ablehne. "Zu spät", und darauf sei an dieser Stelle noch einmal explizit hingewiesen, heißt in diesem Zusammenhang "später als 6 Wochen nach Ende der letzen Runde" (siehe dazu auch in der DWZ-Wertungsordnung unter Ziffer 6.3 Auswertungsfristen: http://www.schachbund.de/dwz/wo/6-3.html).

Die Turnieraktivitäten der Vereine des Bezirks 705 scheinen mir im Jahr 2005 ein gewisses Sättigungsplateau erreicht zu haben: Gegenüber 2004 war nur noch eine leichte Steigerung von 70 auf 72 DWZ-Auswertungen zu verzeichnen. Die Spitzenposition im "Spielfreude"-Ranking der niedersächsischen Bezirke (s. Grafik) bleibt zwar weiterhin ungefährdet. Jedoch würde es mich freuen, wenn im Jubiläumsjahr 2006 vielleicht sogar die Hürde von 80 DWZ-Auswertungen genommen werden könnte. Also: Spielt, spielt, spielt ... !


Erfreulicherweise konnte dabei im Jahr 2005 der Unterbezirk Südoldenburg aufschließen zu Wilhelmshaven-Friesland und Ammerland-Oldenburg-Wesermarsch was die Summe der DWZ-Auswertungen betrifft. Zieht man jedoch noch die Anzahl der Vereine in den Unterbezirken ins Kalkül, so muss auch dieses Jahr wieder die rote Laterne nach Südoldenburg vergeben werden. Weiterhin als die niedersächsische Auswertungs-Hochburg schlechthin darf man den Unterbezirk Ostfriesland bezeichnen. Nur ein kleiner Vergleich: Mit insgesamt 20 DWZ-Auswertungen liefern sich die ostfriesischen Vereine ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem gesamten Bezirk 4 !!!
Wie ich immer wieder in diesem Zusammenhang feststellen musste ist die Mindestbedenkzeit, die für eine DWZ-Auswertung notwendig ist, leider noch nicht zu allen Vereinen im SBOO vorgedrungen. Seit geraumer Zeit bedarf es nämlich hierfür nur noch einer Gesamtbedenkzeit von mindestens 90 Minuten pro Spieler (siehe: http://www.schachbund.de/dwz/wo/6-2.html unter Ziffer 6.2.2 Bedenkzeiten). Das Argument, die zur Verfügung stehende Zeit am Vereinsabend sei zu knapp bemessen, um ein auswertbares Turnier durchzuführen, dürfte daher in den allermeisten Fällen kaum haltbar sein.
Die im Jahr 2005 und bisher im Jahr 2006 bereits beendeten und von mir ausgewerteten Turniere sind im Anhang aufgelistet. Nähere Informationen zu den DWZ-Auswertungen lassen sich über das Turnierarchiv der DWZ-online-Datenbank abrufen: Hierzu ist einfach in der URL http://www.schachbund.de/dwz/turniere/2005.html?code=xxxx-xxx-xxx der "xxxx-xxx-xxx"-Teil durch den im Anhang aufgeführten Turniercode zu ersetzen. Bei den Turnieren aus dem Jahre 2006 ist in der URL "2005.html" durch "2006.html" zu ersetzen. Also z. B. http://www.schachbund.de/dwz/turniere/2006.html?code=A612-705-BMM für die aller Wahrscheinlichkeit zum Kongress ausgewerteten Mannschaftsmeisterschaften 2005/2006.

Wildeshausen, im März 2006                                                                                                                                                                              Jens Kahlenberg

 

 

 

Bericht des 2. Vorsitzenden


Bericht des 2. Vorsitzenden


Mein Bericht kann kurz ausfallen, mein Auftrag war die Vorbereitung des Jubiläums. Sie hat für mich zu vielen Gesprächen und interessanten Recherchen geführt, die CD, die alle Vereine und die Ehrengäste erhalten sollen, spiegelt auch meine Freude an dieser Aufgabenstellung. Ich konnte allerdings nur schlecht damit umgehen, daß ich offensichtlich die Mehrheit der Mitglieder in der Leitung des Bezirkes, der Unterbezirke und der Vereine mit Erwartungen überfordert habe. Das Echo auf Anfragen war deprimierend gering. Wenn nicht Wolfgang Berger mich mit vielen Texten und Anregungen begleitet hätte, hätte ich wohl aufgegeben, obwohl Ralf Heyen zu jeder Mitarbeit bereit war und ist und auch Olaf Spittel ein guter Begleiter meiner Ratlosigkeiten war. Vielleicht habe ich den Bedarf nach Aufarbeitung unserer Verbandsgeschichte überschätzt. Hier kam wohl bei Wolfgang Berger und mir der Gedanke zum Zuge, daß wir beide die Geschichte selbst miterlebt und auch in Teilen mitgestaltet haben.

    Emden, im März 2005                                                                                                                                                                           Hermann Züchner                                                                                                                                                                                                                                                                                         

Bericht des Kassenwartes


Bericht Kassenwartes


Der Kassenbestand zum 31.12.2005 war 3.056,79 €. Darin enthalten sind Verbindlichkeiten (zu viel gezahlte Beiträge) in Höhe von 992,04 €. Bereinigt um die Auflösung der Vorjahresverbindlichkeiten ergibt sich ein Gewinn von 507,16 €. Hierin ist weiterhin eine zweckbezo-gene Spende (Jubiläum) von 88,95 € enthalten. Somit ergibt sich ein Gewinn von 418,21 €. Betrachtet man die einzelnen Haushaltsposten, so lässt sich erkennen, dass sich dieser Gewinn fast aus- schließlich durch die Herrenturniere ergibt. Für den Herrenspielbetrieb waren Ausgaben in Höhe von 60,00 € geplant. Statt dessen wurden Einnahmen in Höhe von 268,98 € erzielt. Diese Einnahmen ergeben sich dadurch, dass mehr Startgelder eingenommen wurden als Ausgaben entstanden. Weiterhin sind die Ausgaben generell geringer ausgefallen als geplant. Da die Homepage kostenlos durch Herrn Spittel bereitgestellt wurde, konnte auf Ausgaben in diesem Bereich verzichtet werden. Da wir aber diesen Posten wieder besetzen wollen, entstehen ab 2006 hier wieder Kosten (Server, Teilnahme an Sitzungen, Kommunikation).

Gleiches kann auch für den Bereich Mädchenschach gesagt werden.
Der Vorstand hat sich für die Einführung eines Bezirkskaders ausgesprochen. Der Kongress 2004 in Oldenburg hat hierfür bereits seine grundsätzliche Zustimmung signalisiert. Hierfür sollen ab 2006 500,00 € zur Verfügung stehen. Näheres steht im Bericht des Jugendwartes.
In 2005 hat der Vorstand eine Richtlinie zur Förderung sozial schwacher Mitglieder beschlossen.
Insgesamt stellt sich die finanzielle Lage als kritisch da. Insbesondere ist die Zahlung an den NSV nicht termingerecht sichergestellt. Dieses liegt auch daran, dass sich viele Vereine nicht an die Zahlungstermine des SBOO halten. Während ich bei der Endabrechnung für 2005 davon ausgegangen war, dass hier einfach die Kommunikation zwischen mir und den Vereinen nicht geklappt hat, setzt sich der Trend im Abschlag 2006 fort. Trotz zweimaliger Veröffentlichung in der Rochade, sind noch gut 4.500 € an Zahlungen offen. So stehen dem SBOO mo-mentan lediglich 5000 € an Kapital für Ausgaben von weit mehr als 7000 € zum 2. April 2006 zur Verfügung. Dabei ist auch kritisch anzumerken, dass mit der LEM die größte Ausgaben-position für den SBOO bereits im ersten Halbjahr liegt. Somit hat der SBOO weniger ein Problem, dass seine Einnahmen zu niedrig sind, als dass seine Rücklage zu gering ist. Auch stellt sich mir als Kassenwart die Frage, ob wir nicht zu lasch auf verspätete Zahlungen seitens der Vereine reagieren. Nach Beschluss des letzten Kongresse folgt erst einmal eine kostenfreie Mahnung mit einem Zahlungsziel von 1 Monat und danach eine Mahnung mit einer Gebühr von 5 € und wieder einem Zahlungsziel von 1 Monat. Wenn man noch davon ausgeht, dass der Kassenwart nicht sofort nach dem Zahlungsziel mahnt, "kostet" eine dreimonatige Verspätung gerade mal 5,00 € aber viel Arbeit für den Kassenwart des SBOO. Ich sehe mich hier auch nicht in der Verantwortung als Kassenwart einzelne kritische Vereine permanent anzumahnen. Da ich aber bereits 2005 einen Antrag auf höhere Mahngebühren die Versammlung gestellt habe, verzichte ich hier auf einen weiteren Antrag. Ich bitte aber die Vereine darüber nachzudenken, wie in Zukunft eine schnelle und weniger arbeitsintensive Abwicklung des Beitragseinzuges möglich ist. Der Vorstand sieht sich in der Verantwortung für die Betreuung der Jugendlichen auf der Bezirksmeisterschaft. Diesem wurde auch auf dem Kongress in Oldenburg zugestimmt. Bisher haben einzelne Unterbezirke und Vereine Betreuer gestellt und die Betreuung der anderen Jugendlichen mit übernommen. Ab 2006 soll der Bezirk nun die Stellung der Betreuer selber übernehmen. Somit enthält der Etatvorschlag eine Erhöhung des Zuschusses.
Bei der LEM haben wir inzwischen Teilnehmerzahlen von ca. 20 Personen. Daher möchte der Vorstand einen weiteren Trainer zur Verfügung stellen. Auch hier enthält der Bericht des Jugendwartes Näheres.
Um die Mehrausgaben zu finanzieren und trotzdem noch die Rücklage wieder aufzubauen, beantragt der geschäftsführende Vorstand eine Beitragserhöhung ab dem 1.1.2007.
Ich werde nicht an dem Kongress 2006 teilnehmen können, da ich als Vereinsjugendwart den Start unserer Schachfreizeit am gleichen Tag leite und dort leider unabkömmlich bin. Da ich zur Zeit mein zweites Staatsexamen mache, stehe ich nur sehr begrenzt für den SBOO zur Verfügung. Ich habe daher dem Vorstand vorgeschlagen, einen neuen Kassenwart zu wählen. Da wir aber keinen geeigneten Kandidaten gefunden haben, haben wir uns auf folgende Regelung verständigt: Bis zum Ende der Sommerferien 2006 werde ich die Kasse weiter alleine führen. Ab dem Ende der Sommerferien wird Klaus Schumacher mich vertreten. Ab dem Ende meiner Prüfungen im April 2007 werde ich wieder die Kasse alleine führen.

Bericht des Jugendwartes


Bericht des Jugendwartes (gekürzt)


1.1. Die Jugendmannschaftsmeisterschaft 2005/2006 findet derzeit unter der Staffelleitung von Ralf Wessel statt. Es spielen 4 Mannschaften ein doppelrundiges Rundenturnier.
Erschreckend sind in diesem Jahr die geringe Teilnehmerzahlen und das fehlende Interesse bei den Vereinen. Zum einen gibt es in dieser Saison erstmal Konkurrenz aus den Unterbezirken, zum anderen spürt man die desolate Lage im Jugendbereich unseres Schachbezirks.
Man sollte sich dringend um eine Verbesserung des Spielbetriebs bemühen. Nur was ist von den Vereinen gewünscht? Ich bitte daher um Meinungen und Vorschläge von den einzelnen Vereinen. Mein Vorschlag wäre, die Qualifikation evtl. auf ein Wochenende zu legen, um diese zeitlich zu straffen. Man sollte auch bedenken, dass diese Meisterschaft ein Qualifikationsturnier für die übergeordneten Klassen darstellt. Unser Bezirk wird momentan nur durch Brake, Oldenburg und Wilhelmshaven auf NSJ-Ebene vertreten. Hier müssen uns dringend darum Bemühen weitere Vereine an die Landesebene heranzuführen und so neue Leistungsträger aufbauen.

1.2. SBOO-Jugendeinzelmeisterschaft 2005 in Verden
Die Bezirksjugendeinzelmeisterschaften 2005 fanden vom 19. bis 23. Oktober in der Jugend-herberge Verden (Aller) statt. Mit 60 Teilnehmern aus über 9 Vereinen war dieses ein großer Erfolg für die Jugendarbeit unseres Bezirkes. Doch leider setzt sich der Abwärtstrend im Be-reich der teilnehmenden Vereine weiter fort. In diesem und im letzten Jahr gab es ein deutli-ches Minus an Teilnehmern und vor allen Vereinen. Wir müssen daran arbeiten, dass mehr Vereine an den Bezirksturnieren teilnehmen. Viele Vereine nehmen auch mit dem Argument nicht teil, dass ihre Jugendlichen nicht stark genug sind. Aber gerade dadurch, dass sie nicht mitspielen, vergrößert sich der Spielstärkenunterschied nur. Daher wollen wir in Zukunft ver-suchen, talentierte Jugendliche aus dem SBOO in einem Kadertraining zu fördern.
Die Meisterschaft verlief harmonisch und ohne Protestfälle. Was zum einen an den engagierten Betreuern (Ralf Heyen, Manfred Kohlhoff, René Martens) lag, bei denen ich mich recht herzlich bedanken möchte, aber auch an den Spielern die sehr fair spielten. Da der Bezirk sich auch für die schachliche Förderung der Jugendlichen zuständig fühlt, konnte jeder Spieler seine Partien beim Großmeister Dr. Karsten Müller analysieren. In diesen Analysen wurden natürlich die Partien besprochen und den Spielern die mögliche Tiefe ihrer Partien aufgezeigt, die die meisten noch nicht erfahren haben. Ein weiterer Bestandteil der Analyse sollte es sein, Schwächen und Stärken der Spieler herauszufinden, um danach Trainingsziele beziehungsweise Trainingsgebiete für das Vereinstraining oder das persönliche Training zu bestimmen. Von diesem Angebot wurde auch reichlich Gebrauch gemacht, so dass ich es für einen sehr wichtigen Bestandteil dieser Meisterschaft halte.
Das Rahmenprogramm war vielseitig und ausfüllend, so wurde unter anderem ein Blitztur-nier, ein Tandemturnier sowie Schachtraining mit GM Karsten Müller veranstaltet, wo sogar die Betreuer ganz schön ins Schwitzen gekommen sind. Außerdem gab es die Möglichkeit zu einem Schachballturnier oder Schwimmen im Erlebnisbad als sportlicher Ausgleich. Die Mei-sterschaft war wieder einmal spannend, denn es gab in keiner Altersklasse einen wirklichen Favoriten.

In der U12 wurde mit 13 Teilnehmern ein siebenrundiges CH-Systemturnier gespielt. Hier dominierte der WSF das Feld. Platz 1-6 ging an den WSF, also eher ein Vereinskampf um den Titel. Für den SBOO ist dieses Entwicklung sehr kritisch, da in dieser Altersklasse anscheinend kaum andere Vereine aktiv sind. Allerdings sind gerade die u12er die zukünftigen u18er.

In der U14 gab es ein Kopf -an- Kopf-Rennen zwischen den beiden Oldenburgern Ian  Hilgendorf und Florian, wonach sich Ian mit der besseren Wertung durchsetzen konnte.

In der U16 lieferten sich Finn Hilgendorff und Albert Rohtein Kopf an Kopf Rennen. Finn verlor überraschen gegen Albert, jedoch verlor dieser in den darauf folgenden Runden. Jonas und Albert waren nachher punktgleich, so dass sie ein Stechkampf um die Qualifikation austragen mussten. Diesen konnte Jonas für sich entscheiden. Doch leider hat es diese nicht geschafft, den Meldebogen abzuschicken, daher hat Albert den Platz doch noch bekommen.

Ein sehr spannendes Turnier in der U18. Das merkt man schon alleine an den geringen Punkteunterschieden in der Spitze.
1. Müer,Sebastian 10S1 3W0 16S1 4W½ 8S1 5S1 7W1            5.5 27.5 184.5
2. Lubbe,Alexander 13W½ 11S0 17W1 15S1 5W1 6S1 3S1     5.5 24.5 179.5
3. Kohlmann,Arndt 11W1 1S1 5W½ 7S1 6W1 4S½ 2W0          5.0 31.0 191.0
4. Wolters,Marcus 15W1 5S0 11W1 1S½ 12W1 3W½ 8S1       5.0 27.0 189.5

In der U8/U10 setzte sich unser Landesmeister souverän gegen seine Mitstreiter durch.
1. Duchow Julien 9W1 11S1 2W1 3W1 5S1 4S1 8W1                7.0 28.5 193.0
2. Heyne, Lukas 16S1 5W½ 1S0 8W1 10S1 6W1 3S1                 5.5 26.0 195.0

1.4. Jugendmeisterschaft für Vierermannschaften
Diese finden am 18. März statt. Die Ergebnisse werden auf dem Kongress nachgereicht und auch in der Rochade vor ab veröffentlicht.

2. NSJ Turniere

2.1. Landesmeisterschaft der NSJ in Rotenburg (Wümme)
Bei den U10- bis U18-Landesmeisterschaften Ostern 2005 in Rotenburg an der Wümme gab es wieder eine Beteiligung aus unserem Bezirk.

U10:
Immo Hellwig (WSF)mit 7 aus 11            6.Platz
Tim Hartogh (Vechta) mit 7 aus 11          7.Platz
Kay Watty (WSF) 6,5/11                       9.Platz
Kai Heermann (WSF) 6/11                  10.Platz  
Florian Neumann (WSF) 5/11              24. Platz
Ein erfreuliches Ergebnis aus Bezirkssicht. Alle Spieler haben sich gut positioniert. Erschreckend ist die geringe Anzahl von Vereinen, die über gute Nachwuchsspieler verfügen. 2 Vereine aus unserem Bezirk bei der offenen LEM U10 ist einfach viel zu wenig. Hier muss deutlich mehr getan werden. Erfreulich ist, dass dieses Jahr Wildeshausen ebenfalls daran teilnehmen wird.

U12:
Ian Hilgendorff (SK Union) 5,5/9            4.Platz
Nicolas Kallusy (WSF) 4,5/9                 7.Platz
Jakob Spiegelberg (WSF) 4,5/9             9.Platz
Auch hier das erfreuliche, das alle Spieler im oberen Bereich liegen. Dennoch merkt man deutlich, dass es uns hier an der Spitze fehlt. Wir stehen momentan im oberen Mittelfeld, also besteht noch ein großes Ausbaupotential, dass hoffentlich auch von den Vereinen genutzt wird.

U14:
Finn Hilgendorff (SK Union) 5/9            11. Platz
Germaine Kickert (SK Jever) 4,5/9       15.Platz
Robin Linten (Diepholz)                         22.Platz
mit den Leistungen von Finn und Germaine kann man zufrieden sein. Germaine hat sich bei den Mädchen für die Deutsche Meisterschaft qualifiziert und auch Finn hat mit einem DWZ plus von 100 Pkt. spielerisches Können gezeigt. Mit Robin ist es leider nicht so gut gelaufen. Ich fand es aber toll, dass er sich der Herausforderung gestellt hat. Ich denke durch ein früheres Heranführen an die Meisterschaften von den Vereinen kann nur dienlich sein.

U16:
Alexander Lubbe (WSF) 5,5/9             3.Platz  
Jakob Konrad (WSF) 5/9                  11.Platz
Jonas Afken (Bad Zwischenahn) 2,5/9 22. Platz
ein tolles Ergebnis von Alexander Lubbe. Auch Jakob Konrad hat nicht schlecht abgeschnitten, doch wäre das ein oder andere Pünktchen mehr drin gewesen. Jakob war im Vorjahr Vizemeister, daher hat er nicht gut abgeschnitten! Bei Jonas merkt man einfach die Unerfahrenheit aber auch die wenige Turnierteilnahmen im letzten Jahr.

U18:
Arndt Kohlmann (SK Brake) 5/9          7.Platz
Rene Wolters (SV Esens) 3,5/9          18.Platz
Ein schönes Turnier für Arndt. In den ersten Runden führte er überraschend das Turnier über mehrere Runden an. Doch leider kam er zum Schluss ins Straucheln und belegte einen guten 7. Platz. Mit den Leistungen von Rene kann man auch zufrieden sein, 3,5 Punkte bei einem sehr stark besetzten Turnier sind in Ordnung. Auch hier merkt man den eklatanten Nach-wuchsmangel in unserem Bezirk.

U18w:
Madeline Cassens (Brake) 5,5/9         6.Platz
Sarah Schermann (Brake) 5/9          10.Platz
Melanie Allmers (Brake) 4,5/9         13.Platz
Monika Allmers (Brake) 4,5/9         14.Platz
Inga Bussas (Brake) 4/9                  16.Platz
Ein ausgezeichnetes Ergebnis von Madeline. Ich denke; hier betreibt der SK Brake eine gute Arbeit. Doch leider ist die Mädchenarbeit in unserem Bezirk nicht sehr verbreitet. In den anderen w-Altersklassen stellt der Bezirk keine Spielerinnen. Ich denke hier herrscht noch ein großes Nachholpotenzial.

 

Schnellschach

U8:
Julien Duchow (Wildeshausen) 5,5/7       1.Platz
Maurice Finke (Oldenburg) 5/7               6.Platz
Spartak Grigorian (Wildeshausen) 4/9    12.Platz
Beste Leistung. Tolle Nachwuchsarbeit aus Wildeshausen!!! Doch wo bleiben die anderen Vereine.

U9:
Florian Neumann (WSF) 4/9               5.Platz
Immo Hellwig (WSF) 4/9                   8.Platz
Gutes Abschneiden aber auch hier: Wo bleiben die anderen Vereine?

U10:
Kai Heermann (WSF)                     5.Platz
Tim Hartogh (Vechta)                     6.Platz
Kay Watty (WSF)                         8.Platz
Paul Strahl (WSF)                         9.Platz
Auch hier ein gutes Abschneiden.

Allgemein kann man sagen, wir sind in den unteren Altersklassen gut im Rennen, doch leider nur bei wenigen Vereinen.

LMM U12:
Wilhelmshavener SF                      6.Platz
Sk Union Oldenburg                     7. Platz
Von 8 Mannschaften. Kein sehr gutes Abschneiden aus der Sicht unseres Bezirkes.

LMM U14:
Sk Union Oldenburg                     4.Platz
Ein Platz im Mittelfeld

LMM U16:
Wilhelmshavener SF                    1.Platz
Sehr gutes Ergebnis, aber angesichts der Stärke der Wilhelmshavener Mannschaft auch nicht überraschend.

 

Zum Bezirkskader: Ich denke, dass unser Bezirk unbedingt einen Kader einführen sollte. Dies ist besonders für kleinere Vereine wichtig. Die Jugendlichen erhalten von qualifizierten Trainern Methoden und Möglichkeiten, um sich weiter schachlich zu entwickeln. Ausserdem könnte man als Bezirk mit Jugendlichen zu Turnieren fahren, an denen sie sonst nie teilnehmen würden.

 

Eckpunkte für die neue Saison:

· Es soll wieder in der SBOO-Jugendliga gespielt werden, wenn sich genügend Mannschaften finden lassen. Ich hoffe, dass die Turnierleitung für diese Meisterschaft wieder in den bewährten Händen von Ralf Wessel liegt.
· Die Bezirkseinzelmeisterschaften sollen vom 20.10.06 bis zum 24.10.06 wieder in der Jugendherberge Verden durchgeführt werden. Gleichzeitig soll auch wieder eine Schachfreizeit/Trainingsturnier/Mädchenturnier angeboten werden.
· Einführung eines Jugendkaders! und dessen Besetzung
· Für die Meisterschaften (4-er Mannschaft, Blitz, Schnellschach, Jugendbezirksmeisterschaft) des Bezirkes sucht der Bezirk noch Ausrichter. Ich bitte daher in den Vereinen abzuklären wer dazu bereit wäre.

Meine Teilnahme an folgenden Sitzungen für den Bezirk:
· Jahreshauptversammlung der NSJ in Verden (Aller), dort wurde beschlossen, dass die Vereine mehr Macht auf dem Kongress erhalten sollten. Dies ist besonders für unseren kleinen Bezirk interessant da wir gegen die "Großen" keine Durchsetzungskraft hatten. Ich empfehle daher allen Vereinen zur nächsten Versammlung auch einmal vorbeizuschauen, zum Beispiel mit dem Jugendsprecher eines Vereins. Zum einen lernen die Vereine dort die Organisation und können vielleicht auch den einen oder anderen Vorbehalt abbauen. Des Weiteren möchte ich auch auf das Weiterbildungsprogramm der NSJ hinweisen. Informationen gibt es bei mir oder in der Rochade (Turnierleiter- Juleica- Schulschachpatent-Ausbildung).
· Jahreshauptversammlung der DSJ in Verden (Aller), dort wurden neue Innovationen und die aktuellen Projekte der DSJ vorgetragen. Auch wäre es hier auch schön gewesen den einen oder anderen Bezirkler anzutreffen.

 

Da ja der Kongress zeitgleich mit unserem Trainingscamp vom Verein liegt, werde ich wohl nicht die ganze Zeit am Kongress teilnehmen. Ich werde jedoch versuchen einen Teil anwesend zu sein. Für Fragen und Anregungen stehe ich aber jederzeit zur Verfügung.

Maximilian Dietrich